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Wir alle sind ständig in Bewegung. Wir fahren mit dem Auto zur Arbeit, zum Einkaufen,
zu Freunden, in den Urlaub. Unsere Kinder nehmen den Bus, um in die Schule zu kommen.
Lieferwagen bringen uns Tiefkühlkost, Kleider oder Möbel ins Haus. Der Güterverkehr
wird zu einem großen Teil auf der Straße abgewickelt. Kurz, mobil zu sein ist für uns
selbstverständlich. Oft ist uns dabei gar nicht mehr bewusst, dass diese Mobilität
die Basis unseres Wohlstands ist.
Umgekehrt gilt dabei: Je größer der Wohlstand, desto mehr Verkehr entsteht. Seine Folgen nehmen wir häufig negativ wahr. Wenn wir morgens und abends im Stau stehen. Wenn die Straße in der Innenstadt wegen einer Baustelle schon wieder gesperrt ist. Wenn wir von Verkehrsunfällen hören oder selbst betroffen sind. Obwohl die Zahl der Verkehrsopfer immer weiter sinkt, bleibt die Bilanz traurig. Mehr als 510.000 Menschen verletzten sich in Deutschland im Jahr 2000 bei Verkehrsunfällen, über 7.500 verloren ihr Leben. Neun von zehn Unfällen entstanden dabei durch menschliches Fehlverhalten und hätten vielleicht vermieden werden können. Staus kosten uns täglich nicht nur Nerven, sondern auch 33 Millionen Liter Kraftstoff, 13 Millionen Stunden verlorene Zeit - und bares Geld. Unabhängige Untersuchungen haben den volkswirtschaftlichen Schaden durch Staus alleine in Deutschland mit 250 Millionen Euro täglich beziffert. Wir brauchen deshalb dringend Lösungen, die den Verkehr der Zukunft sicherer und effizienter machen. Diese Lösungen zu entwickeln und zu erforschen ist die Aufgabe der Forschungsinitiative INVENT. Neue Technologien werden künftig helfen, Unfälle zu vermeiden und Staus zu reduzieren. Durch die Verknüpfung von Verkehrs-, Informations- und Kommunikationstechnologien entstehen Assistenzsysteme, die den Fahrer in jedem Moment unterstützen, immer den schnellsten Weg kennen und in brenzligen Situationen sogar Leben retten können. Autos werden automatisch miteinander kommunizieren und sich gegenseitig vor Gefahren warnen. Ergebnisse aus der Stauforschung erlauben ein Verkehrsmanagement, das Staus auflöst oder gar nicht erst entstehen lässt. Damit die intelligenten Autos und das intelligente Verkehrsnetz der Zukunft so bald wie möglich Wirklichkeit werden, arbeiten in INVENT 23 Unternehmen aus der Automobil-, Zuliefer-, Elektronik-, Telekommunikations- und IT-Industrie, Logistikdienstleister, Softwarehäuser sowie Forschungsinstitute Hand in Hand zusammen - in drei Projekten zu den Themen Sicherheit, Verkehrsmanagement und Logistik. Diese Projekte untergliedern sich in acht Teilprojekte. |
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